Edler Streichputz und Lasurtechnik an Wänden
von Sarah Seiler
Die Kombination aus Spachteltechnik und Lasur ist eine ideale Möglichkeit, um Wänden eine edle, dreidimensionale Tiefenwirkung und Struktur zu verleihen. Dabei wird die Wand zunächst strukturiert gespachtelt und nach dem Trocknen mit einer transparenten Lasur farblich veredelt.
1. Benötigte Materialien
- Für die Spachtelung: Spachtelmasse, z. B. Effektputz, Stucco, Dekor-Quarz oder Streichputz, sowie eine Venezianische Kelle oder ein Flächenspachtel.
- Für die Lasur: Lasur, z. B. Dispersionslasur oder Naturfarben-Lasur, sowie eine ovale Lasurbürste oder Lappen bzw. Schwamm für die Wischtechnik.
- Vorbereitung: Grundierung, Malerkrepp und Schleifpapier in Körnung 180–320.
2. Schritt-für-Schritt-Anleitung
Schritt 1: Untergrund vorbereiten und grundieren
Der Untergrund muss trocken, tragfähig und glatt sein. Alte Tapeten werden entfernt. Anschließend wird der Untergrund mit Tiefengrund oder Putzgrund gestrichen, um die Saugfähigkeit zu regulieren und eine optimale Haftung zu gewährleisten.
Schritt 2: Spachtelmasse auftragen
Die Spachtelmasse wird vollflächig und in der gewünschten Stärke aufgetragen. Mit der Kelle können Sie Muster, Rillen oder eine feine Struktur einarbeiten. Lassen Sie diese Schicht gemäß Herstellerangabe – meist 12 bis 24 Stunden – vollständig durchtrocknen.
Schritt 3: Glätten und Schleifen
Nach dem Trocknen wird die gespachtelte Fläche leicht mit Schleifpapier angeschliffen, um überstehende Kanten, Pickel oder Grate zu brechen. Den Schleifstaub anschließend gründlich mit einem feuchten Schwamm oder Besen entfernen.
Schritt 4: Lasur auftragen
- Vorbereitung der Lasur: Die Lasur ist lasierend, also durchscheinend. Sie kann pur aufgetragen oder mit etwas Wasser verdünnt werden, um die Transparenz zu erhöhen.
- Auftrag: Tragen Sie die Lasur abschnittsweise auf, z. B. mit einer ovalen Lasurbürste oder einem Schwamm im Kreuzgang. Durch die Struktur der zuvor aufgetragenen Spachtelmasse sammelt sich in den Vertiefungen mehr Lasur als auf den Erhebungen. Dadurch entsteht der gewünschte, lebendige Tiefeneffekt.
- Nacharbeiten: Um harte Ränder oder Ansätze zu vermeiden, können Sie die aufgetragene Farbe direkt mit einem trockenen, weichen Pinsel sanft verstreichen und auslaufen lassen.
- Nass in nass arbeiten: Arbeiten Sie immer „nass in nass“, um unschöne Ansätze zu vermeiden. Das bedeutet, dass Sie zügig arbeiten und feuchte Flächen nicht an bereits angetrockneten Kanten korrigieren.
- Profi-Tipp: Tragen Sie die Lasur in zwei dünnen Schichten hintereinander auf. Jede Schicht muss vor dem nächsten Auftrag trocknen.
Kursinformationen
- Kursteilnehmer: Für alle, die diese Technik für den Eigenbedarf erlernen möchten
- Teilnehmerzahl: Die Anzahl der Teilnehmer ist auf maximal 10 Personen begrenzt
- Kursdauer: Insgesamt 10 Stunden, verteilt auf zwei Tage – Freitag und Samstag
- Kursgebühr: 385,00 € netto zzgl. 19 % MwSt.
- Verpflegung: Für ausreichend Verpflegung ist während des Kurses gesorgt
- Zertifikat: Sie erhalten nach Abschluss des Kurses ein Zertifikat
Alle im Kurs verwendeten Materialien können Sie über uns bestellen und kaufen.
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